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Vier Jacks als kompromisslose Rocker
Von Arne Schenk [14.09.2007, 18.50 Uhr]

„Die machen ihr eigenes Ding, unabhängig von jedem Trend“, verbeugten sich bereits die prämierten Schwermetaller von „New Noise Crisis“ bei „Rock am Pool“ in Alsdorf verbal vor der Mucke von „Jack the Rocker“. Diese fühlen sich dadurch „cool supported“, denn die Einschätzung von NNC trifft es recht genau, auch wenn sie laut „Guitar Dude 2“ Axel auch moderne Sachen hören. „Wir sind der Trend“, meint „Guitar Dude 1“ Chippy lakonisch und nicht ganz ernst zu nehmend. Solange halt der Trend „Rock’n’Roll“ heißt. Vielleicht laufen dann ja alle mit lustigen Mützen und Hüten herum.

Jack the Rocker

Jack the Rocker

Die beiden Gitarristen und Kuba, der Mann an Mikrophon und Bass, sind bereits seit der Schulzeit gut befreundet. „Elli the Machine-Gun“ war ihre erste musikalische Bandvereinigung. Von Ende 2005 bis Mitte 2006 bestand diese Formation, die unter anderem auf dem Rodarock in Herzogenrath auftrat. Die Richtung war mit „Hard & Heavy“ bereits vorgesteckt.
Allerdings ruckelte der musikalische Karren noch reichlich. „Es gab qualitative Differenzen“, erzählt Axel, „Wir haben gemerkt, dass geht nicht voran. Dabei könnten wir wesentlich mehr draus machen.“ Als Hemmschuhe wurden der Sänger und der Drummer ausgemacht. Kurzerhand wurde die Gruppe aufgelöst. In die darauf folgende künstlerische Katerstimmung brachte Kuba seinen Kumpel Dennis ins Spiel. Eine wahrlich naheliegende Alternative, schließlich gehören beide zum Punkrock-Trio „Anachronismus“. Allerdings griff Kuba dort zum Sechssaiter. „Ich weiß noch, als sie mich an der Bushaltestelle beim Kulturbahnhof gefragt haben“, erinnert sich der Trommler.
Und wann hat die Band gemerkt, dass die Entscheidung richtig war? „Beim ersten Ton“, bemerkt Chippy wie aus der Pistole geschossen. „Die erste Probe war der Hammer“, bestätigt Axel, „das war wie in Trance. Dennis hat vier Stunden wie ein Irrer auf die Fälle gehaun.“ Dabei entstand auch der erste eigene Song, „Switch“. Der saß dann direkt und war komplett durcharrangiert.
„Switch“, das auch auf dem 6. Jülich-Sampler im November erscheint, handelt von einem Typen, der als Frau aufwacht. Zunächst ist er verwirrt und ängstlich, aber allmählich beginnt er sich mit dem neuen Körper anzufreunden. „Es ist ein kleiner Tribut an die Frauen“, meint Kuba. Chippy ergänzt: „Unser einziges nicht-chauvinistisches Lied.“ „80 Prozent unserer Songs gehen eh über Frauen“, fügt Axel hinzu, stoppt, um nachzudenken und korrigiert sich dann selbst: „Sagen wir es so: Es gibt keinen einzigen Song, der nicht von Frauen inspiriert ist.“

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Chippy, Dennis, Kuba, Axel

Chippy, Dennis, Kuba, Axel

Ihre Musik ist wie eine Mischung aus Guns’n’Roses, ZZ Top, Motörhead, Alice in Chains, Turbonegro und System of a Down, die ganze Palette von Hartem bis hin zum Melodischem. Da packt Axel als Hommage an Jimmy Page sogar bei ruhigeren Sachen den Doppelhälser aus: „Klar eine Showeinlage. Sieht richtig geil aus. Außerdem bin ich nicht so der Fan von Bodeneffektgeräten. Ich finde, der Sound sollte hauptsächlich vom Instrument her kommen.“
„Jack the Rocker“ wurde von der Band bewusst gewählt: „Man weiß direkt, worum es geht. Jack ist ja auch ein Name, dem man im Lifestyle mit gewissen Getränke verbindet.“ Die Formation sei halt wie eine Whisky-Cola, meint Chippy, eine gute Portion Whisky, aber auch Populäres wie Cola. „Aber mit Strohhalm“, ergänzt Axel, ehe Kuba hinzufügt: „Und Eis.“ Der Strohhalm versinnbildliche dabei den direkten Kontakt zum Konsumenten.
Bei sechs Auftritten in Jülich, Alsdorf, Krefeld und Köln („Blue Shell“) hat „Jack the Rocker“ bereits für Furore gesorgt. Drei weitere stehen zurzeit an: am Samstag, 22. September, auf dem KSE-Festival im Jülicher Kulturbahnhof, am 6. und 7. Oktober auf dem Jülicher Stadtfest, am 9. November im Jugendbahnhof von Bad Marienberg sowie auf der Jülichsampler-Releaseparty, die am 23. und 24. November im KuBa steigt.
Wenn alles klappt, nehmen die vier Jacks in den Herbstferien ihre erste CD mit zwölf Songs auf. Auch eine Homepage ist geplant. Dafür besitzt die Band eine MySpace-Site (www.myspace.com/jacktherockeronline), auf der vier Lieder zu hören sind: „Switch“, „Close up“, „Stay hard“ und „Get up and shout“. Dafür spielt eventuell Chippy einige Keyboard-Tracks ein, die aber nicht live umgesetzt werden.
Wie kommen die Punks damit zurecht? „Gut“, bescheinigt Chippy, „Unsere Musik ist tanzbar.“ Eigentlich waren die beiden „Anachronismus“-Punks in der Gruppe gemeint: „Ein Traum, der sich durch die Band verwirklicht hat“, schwärmt Dennis, „eine Befreiung. Punk wird musikalisch auf Dauer uninteressant, fast schon langweilig.“ Zwar sei die Musik nicht mehr so schnell, dafür doppelt so hart. „Wir spielen auch mit Gegensätzen. Ein Song fängt langsam and und dann kommt die höllischste Energie, die man sich vorstellen kann.“ Axel unterstreicht dies: „Es ist eine Energie, die einen packt, auch wenn man es nicht will.“ Frei nach dem Motto: „Take it or leave it“ – kompromisslos, wer’s nicht haben will, soll gehen.

Jack the Rocker, gegründet November 2006:
Kuba – Gesang, Bass; Chippy – Guitar Dude 1; Axel – Guitar Dude 2; Dennis – Drums.


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