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Premiere, Party und Bye-bye
Von Arne Schenk [13.11.2006, 14.56 Uhr]

„Wenn ihr in den nächsten zwei Stunden kein Lied mitsingt, dann gehen wir nach Hause“, beschwor Graf Mokkus das Publikum am 3. November im vollen Roncalli-Haus. Die Drohung wirkte: Etliche der Gassenhauer, die die „Mokkafurchen“ vorspielten, wurden begeistert von den Anwesenden mitgeschmettert.

Im Schulterschluss mit dem „Regionalen“-Sänger Bernd Flücken schmetterten die „Mokkafurchen“ um Graf Mokkus „Jülich Rur“.

Im Schulterschluss mit dem „Regionalen“-Sänger Bernd Flücken schmetterten die „Mokkafurchen“ um Graf Mokkus „Jülich Rur“.

Ob „Ich habe deinen Namen vergessen“ oder „Ernst August“ – sobald ein Song die harte Geschmackskontrolle der Furchen bestanden hatte, leicht mitzugröhlen war und vor allem die Fans abrockte, dann passte er perfekt in das Mokkafurchen-Repertoire. Auch lokale Hits gliedern sich treffsicher in die Liste ein. Da steigt auch Regionalen-Frontmann Bernd Flücken spontan ein, um sein eigenes „Jülich Rur“ gemeinsam mit Mokkus anzustimmen.
Schließlich befinden sich die Fun-Rocker weiterhin auf der hehren Mission, die Welt davon zu überzeugen, dass Bier tatsächlich mit „MF“ geschrieben wird. Völlig entgegen dem politisch korrekten Trend präsentieren sich die Mokkamusiker Zigarren paffend und den Heiligen Gral des Alkohol huldigend. Genuss ist angesagt, und vor allem: Party!
Dafür geben sie alles. Drummer Pupsi befreit sich bereits nach den ersten Songs von seinem Outfit, als ob er sich von lästigen Fesseln befreite, und lässt im Unterhemd seine Knüppel wirbeln, damit seine Jungs nicht mehr zur Ruhe kommen. Die Gitarristen Dipl.-Ing.Wurst und Confurchius wechseln ständig die Positionen mit DJ/Sänger Darmian, während sich Rosetta mit Graf Mokkus die Gesangs- und Bassarbeit teilt.

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Als „Village People“ stürmte die „Fraktion Rosa Panzer“ alias Sebastian Schütz, Kai Staffel und Julian Schraven die Bühne.

Als „Village People“ stürmte die „Fraktion Rosa Panzer“ alias Sebastian Schütz, Kai Staffel und Julian Schraven die Bühne.

Den Auftakt zum Mokka-Spektakel machte allerdings eine ganz junge Jülicher Band, die „MoFos“. Sänger Björn Schaffrath, die Gitarristen Stefan Hummelsheim, Jaspreet Saini und Volker Curtius, Bassist Matti Hüsch und Drummer Simon Kukulies führten sich mit ihrem ersten Konzert in dieser Konstellation bestens ein. Zwischen „Smalltown Riot“ und „Imaginary World“ präsentierten sie Punk-Rock mit Metal- und Emo-Elementen.
Die „Fraktion Rosa Panzer“ erblickte indes vor zwei Jahren das Proberaumlicht der Welt. Im Roncalli-Haus stellten sie ihre erste CD, „Morgen anders“, vor, nur um sich direkt im Anschluss an das Konzert aufzulösen. Sie fühlten sich und ihre Nonsense-Songs wohl nicht genügend vom Publikum beachtet, obwohl ein harter Fan-Kern Lieder wie das schnell gespielte „Slowmow Pogo“, zu dem langsam gepogt wird, oder das „Lied vom traurigen Frosch“ gehörig feierte.
Vom knalligen Anfang als „Village People“ und deren „YMCA“ im Playback bis zu „Mich mag ja keiner, ich bin ein Borderliner“, illuminiert von Dutzenden Wunderkerzen in den Händen der Besuchern, sorgten Schlagzeuger Julian Schraven, Bassist Sebastian Schütz und Gitarrist Kai Staffel für ein kurzweiliges Programm. Danach war das Konzert zu Ende und die Formation ging den Weg aller irdischen Bands: „Hiermit sind FRP aufgelöst.“


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