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„The Dropouts“ und Hyco Solo waren "Noiseless" im Kulturbahnhof

Zerbrechliche Songs mit Humor gespielt
Von Arne Schenk [06.10.2006, 12.02 Uhr]

Ist immer zu zweit: Wolfgang Weides alias "The Dropouts".

Ist immer zu zweit: Wolfgang Weides alias "The Dropouts".

„Konzentration, wir sind nicht zum Vergnügen hier“, behauptete Hyco Solo bei seinem NoiseLess-Auftritt im Kulturbahnhof. Dies sah das Publikum völlig anders und reagierte mit reichlich Beifall auf die hinreißende Performance.

Es war nicht nur ein Abend der eindrucksvollen Songpräsentation, sondern auch ein sehr humoriger. Der erste Act gab sich passend mit britischem Understatement: „The Dropouts“ alias Wolfgang Weides. „Heute haben wir unseren zweiten Auftritt“, erklärte er als Sprachrohr seiner One-Man-Band im Pluralis Majestatis. Der „schizophrene“ Singer-Songwriter widmete sich der Szene um die Eels, Suede, Radiohead oder Wilco und mischte sie mit eigenen Perlen gleichen Kalibers: „Happy“, „Down“ oder „Carry on“.

Zu diesen „Partyknallern und Fetenhits“ bat er augenzwinkernd auf die Tanzfläche. Natürlich kam dieser Aufforderung niemand nach, denn bestenfalls ließ es sich sanft wiegen in den nachdenklichen und zerbrechlichen Songs.

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Hyco Solo trifft den Nerv des Publikums.

Hyco Solo trifft den Nerv des Publikums.

Der dazu im Gegensatz mit einem nach eigener Aussage „aufbrausenden Temperament“ ausgestattete Hyco, aus dem „hohen Norden“ von Essen angereist, setzte dort nahtlos an, brachte mit dunklem Timbre „You‘ve got a Friend“ und „Sleeping Satelites“, ehe er mit urkomischen Blödeleien und zuweilen gesellschaftskritischer Satire vom Leder zog.

So erinnerte er an Papst Johannes Paul II.: „Don‘t you forget about me“, erweiterte „Girls just wanna have fun“ mit „und alles, was du hast und je haben wirst“ „und Schuhe, und Schuhe, und Schuhe“ zum Chauvi-Lied, ehe aus den „Russians“ „Armies“ wurden. Eine richtige „Rampensau“, die auf keinen Fall aufhören mochte. Es war kein Wunder, dass er fast eine Stunde lang für „das allerletzte Lied“ brauchte, darunter „Gute Nacht, Jülich“. Beim „Passenger“ mit dem „Level 50 des Mitsingens“ versuchte er, die aktiven Zuschauer zu besänftigen, und schuf damit gleichzeitig das Motto des Abends: „Kein Wettbewerb, wir wollen ja alle gewinnen.“


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