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Salix: Metallische Gemälde und Geschichten
Von Arne Schenk [25.08.2006, 13.49 Uhr]

Die Schweizer Weide heißt auf lateinisch Salix helvetia. Salix? Das ist doch ein prima Bandname, dachte Mark Hartmann, als er auf seinem Balkon saß, um zu überlegen, wie denn seine neu gegründete Formation heißen könnte, und sein Blick auf die gleichnamige Pflanze fiel. Auf die Idee mit der Band kam Sänger Mark mit Bassist Simon Schroeder. Als Duo geht so etwas ziemlich schlecht, und da Mark und Simon es unbedingt durchziehen wollten, suchten sie vehement nach Mitstreitern.

Weidlicher Spaß am Metal: Salix

Weidlicher Spaß am Metal: Salix

„Der erste war Peitsche“, erzählt Simon. „Wir haben mit unserer Stufe im Wäldchen bei Lich-Steinstraß gezeltet. Da hatte er seine Klampfe dabei gehabt und ziemlich gut gespielt.“ Und da auf der Besetzungsliste noch Gitarristen fehlten, „laberte“ Simon ihn einfach an, „ob er nicht trotz Mitgliedschaft bei der Formation ‚Gleis 3’ noch Interesse hätte, mit uns eine Metal-Band zu machen.“ Peitsche stimmte bereitwillig zu.

Der Schlagzeuger wurde bei Skaten auf dem Brückenkopf-Park von Mark angeheuert. Philip Perez hatte zwei Monate zuvor Drums bekommen. Als Mark ihm mitteilte: „Wir haben vor, eine Metal-Band zu gründen. Hast Du nicht Lust zu spielen?“, winkte Philip ab: „Ne, das kann ich nicht machen, dafür bin ich viel zu schlecht.“ Mark zeigte sich beharrlich: „Doch, du machst das!“ Philip blieb zunächst unsicher: „Was wollen die mit mir anfangen? Da war ich auf der ersten Probe richtig nervös. Ich habe zuerst gedacht, die wollen mich veräppeln. Aber jetzt sitze ich hier und bin glücklich.“ Prompt kommt aus seiner „Gang“ die Zustimmung: „Wir auch!“ Simon: „Das hat sich dann als Glücksgriff herausgestellt, weil Philip sehr schnell sehr viel dazugelernt hat.“

„Nachdem das Line-up so feststand mit einer Gitarre, war eine Sturmfrei-Party bei einem Kumpel“, bringt sich Michael Schweisthal selbst ins Spiel. Beim Toast-Grillen mit Mark meinte Michael, dass er Gitarre spielt. „Es wurde beschlossen, dass ich auf ‘ner Probe mal vorbeikomme.“ Dort hat es dann auch ganz gut geklappt.
Sechster Mann bei „Salix“ ist Daniel Staemmler, als „Mädchen für alles“ unter anderem für die Homepage zuständig. Auch beim Songwriting hat er von Anfang an seine Ansicht vertreten. Zurzeit wird versucht, ob er als zweiter Sänger integriert wird.

Daniel verpasste der Band auch das Etikett „New-Trash-Core“. „Es ist immer wieder was Neues.“ „Wir versuchen halt, sehr abwechslungsreich zu sein“, betont Philip. „“Dann fällt es schwer, in einer bestimmten Musikrichtung zu bleiben.“
„Ich würde sagen, der Metal-Core-Teil kommt eher in Richtung Vocals“, unterstreicht Simon.
Michael ergänzt: „Beispielsweise bei einem der neuen Lieder, ‚Soul Mirror’, ist nach dem Intro ein Funk-Part, in dem Simon einen schönen Basslauf spielt und Peitsche und ich mit den Gitarren den Schwerpunkt setzen.“

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Stefan Peischard, Philip Perez, Michael Schweisthal, Simon Schroeder, Mark Hartmann.

Stefan Peischard, Philip Perez, Michael Schweisthal, Simon Schroeder, Mark Hartmann.

Die Melodie liege bei „Salix“ sowieso weniger im Gesang als vielmehr in den Gitarren und Bass und Schlagzeug, sagt Michael. Peitsche oder Michael haben ein gutes Grundriff und sprechen dann ab, ob sie es als Refrain oder Strophe benutzen. Michael: „Manchmal spielen wir im Refrain genau dasselbe, damit es mehr knüppelt. Oder Peitsche spielt etwas Differenziertes oder einen Effekt drüber. Dann wiederum spiele ich ein paar Töne dazwischen.“ Es sei keine sehr gitarrenlastige Musik, mehr auf Drums und Bass ausgelegt. „Wir haben auch ziemlich tief gestimmte Instrumente, damit das in den unteren Lagen schön drückt. Also kein Quietsche-Metal.“
Obwohl meistens zuerst das Gitarrenriff steht, spielt Simon häufig etwas völlig Unabhängiges davon, sodass Bass und Schlagzeug eine Einheit bilden und die Gitarre relativ separat dazu ist, etwa à la „Korn“. „Oft passiert es auch, dass in Songs die richtig guten oder tollen Passagen vom Schlagzeug abhängen wie in unserem letzten Song ‚Head over Heels’“, beschreibt es Daniel, „dort ist das, was einem an dem Song zum Lächeln bringt, das Schlagzeug.“

Die Texte haben meistens einen gefühlsmäßigen Hintergrund und basieren oft auf einem Erlebnis. Dabei werden Trauer oder Glück zum Ausdruck gebracht, bekundet Mark: „Dass also dieses eigentlich unbeschreibliche Gefühl in Form eines Textes dargebracht wird, dass man eben versucht, im Prinzip das Unbeschreibliche zu beschreiben.“
Eher wie eine Kurzgeschichte oder wie ein Gemälde? „Teils, teils. Manche Lieder sind auch als Botschaft verpackt. Unser erster Track, ‚Masquerade’, ging an diese ganzen Leute, die sich unter einer Fassade verstecken und dann die Mitläufer spielen. ‚Soul Mirror’ hingegen ist nicht unbedingt eine Geschichte. Man könnte es sich auch gut als eine Bilderfolge oder als Bild vorstellen.“
„Kurz gesagt: Die Texte sind nicht darüber, dass wir die Sonne sehen wollen im Sommer“, resümiert Michael. Dies ist keine Diskriminierung anderer Bands: „Das soll halt heißen, dass die Texte nicht irgendwie entstehen, weil wir nichts besseres zu tun haben gerade oder keinen Stoff haben, um ihn in den Text reinzupacken, sondern dass schon ein Gedanke dahintersteckt.

„Salix“ haben bislang auf einer Privatfete und zweimal im Bonhoefferhaus gespielt. Ziel im kommenden Jahr ist das Rock-City Jülich rocks again 3 des Jugendparlamentes. Da wird zurzeit geschaut, ob Salix an den Start kommt. Zuvor steht aber am Freitag, 8. September, 20 Uhr, das Roncalli-Haus auf dem Plan. Mit von der Partie sind „New Noise Crisis“ und „Tornapart“.

Salix, gegründet Herbst 2005, Besetzung:
Mark Hartmann – Gesang; Stefan Peischard – Gitarre; Michael Schweisthal – Gitarre; Simon Schroeder – Bass; Philip Perez – Schlagzeug.
www.salixonline.de.vu


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