JAM-Logo

Home|Titelgeschichten|Konzerte|
Stories|News|Termine|Galerien|
Links|Newsletter|RSS|

Bandsuche mit Happy End
Von Arne Schenk [06.03.2006, 22.00 Uhr]

„Whipped“ klingt gut, fanden alle Bandmitglieder. Allerdings wollten sie nicht als „ausgepeitscht“ oder „geschlagen“ gelten. „Wir stehen nicht auf Sado-Maso“, bekräftigt Sängerin und Gitarristin Regina Esser. „Das ist eher ein bisschen ironisch gemeint“, fügt der zweite Gitarrist Felix Althaus hinzu, Regina ergänzt: „Wir sind ganz liebe Menschen.“ Deshalb steuerte die Frontfrau ein schändliches „Disgrace“ bei, damit das „Whipped“ nicht alleine steht.

Regina Esser, Ingo von Wirth, Jan-Felix Klein, Felix Althaus

Regina Esser, Ingo von Wirth, Jan-Felix Klein, Felix Althaus

In ihren Texten teilt das Quartett schon einmal gerne aus oder ergeht sich in Seelenschmerzen. Da wird eine „Fette Boulette“ in die Pfanne gehauen oder „Kein Happy End“ für sich selbst heraufbeschworen. Allerdings sei die „Boulette“ kein Rundumschlag gegen dicke Menschen, betont die Band, auch nicht gegen Berliner. Vielmehr geht es in dem Lied um ein spezielles Mädchen im Umfeld der Musiker.
„Das ist meine Meinung, die vertrete ich halt und verpacke sie in Songs“, erklärt Regina. So schreibt die Sängerin zuweilen über Personen, die sie durch ihr Auftreten nervten: „Das sind Leuten, die arrogant sind und sich für den Nabel der Welt halten.“ Eigentlich sei sie nicht der Mensch, der Ärger startet oder hinter dem Rücken anderer Leute über diese herzieht. „Aber es muss mal ’raus.“ Mit Musik ließen sich Aggressionen bestens bewältigen, ohne jemanden direkt anzugreifen, zumal sie auch keine Namen der Betroffenen nennt.
Doch auch über die eigene Position im Weltgefüge wird singend nachgedacht. „Sehne mich nach Wärme, irgendetwas wovon ich weiß, dass es wahr ist, verstehst du, was ich meine?“ heißt es in „Kein Happy End“, und „Ich will weg, einfach irgendwohin, macht’s für dich auch keinen Sinn, ich kann nicht mehr, fühl mich so leer.“ „Es sind nicht die mega-fröhlichen Lieder, die wir schreiben“, gibt Regina zu. Felix ist jedoch zuversichtlich: „Das kommt noch.“

Werbung

Für Whipped Disgrace scheint sich letztlich alles bestens zusammen zu fügen.

Für Whipped Disgrace scheint sich letztlich alles bestens zusammen zu fügen.

Bislang präsentierte hautptsächlich die Gitarristin die Song-Ideen, bemerkt Bassmann Jan-Felix Klein: „Sie kommt mit einem Vorschlag, und wir schauen, was wir daraus machen.“ Neben den deutschen Texten wird zunehmend an englischer Lyrik gearbeitet, bestätigt Regina: „Englisch klingt viel harmonischer. Deutsch ist nicht die Songsprache, hat aber den Vorteil, dass man den Sinn versteht.“ Das Tempo der Stücke wird sich künftig ebenfalls verändern: „Im Augenblick sind die Songs eher langsam“, unterstreicht Felix. Schließlich käme Drummer Ingo von Wirth vom HipHop. „Er ist flexibel und passt sich an“, gibt sich Regina zuversichtlich, dass die Formation in der Zukunft „mehr Stoff gibt“.
Zusammen mit dem Drummer war sie im vergangenen Herbst auf der Suche nach geeigneten Mitmusikern. Was lag näher, als den Gitarrenlehrer zu fragen? Hajo Hintzen vom Six-and-Four-Studio kontaktierte Bass-Kollegen Olaf Buttler, der in seiner „Kundenkartei“ wühlte und dann Jan-Felix Klein vermittelte. Der wiederum brachte Freund Felix Althaus mit, der auch bei Six-and-Four lernt, allerdings bei Lutz Sistenich.
So schlossen sich Ende Oktober 2005 die Kreise. Der erste Auftritt ging bereits Anfang Dezember im Roncallihaus über die Bühne. Der nächste offizielle steht auch bereits an: am Samstag, 11. März, auf dem vom Jülicher Jugendparlament mit dem Kuba zum zweiten Mal organisierten „Rock-City rocks again 2“ ab 16 Uhr mit den Bands „New Noise Crisis“, „Mindless Tadpole“, „The Squibs“, „Sewage“, „Traibsand“, „The Breadheadz“ und als Special Showcase „Psycho Luna“. Der Eintritt kostet 5 Euro; Einlass wird ab 15 Uhr gewährt. Daneben sind noch Auftritte im Jülicher Bonhoeffer-Haus (April oder Mai). „Auf jeden Fall spielen wir in diesem Jahr im Saarland“, erzählt Jan-Felix, „da haben wir gute Connections zur Band ‚Showdown4UncleGerold’“.
„Whipped Disgrace“, gegründet Ende Oktober 2005
Besetzung: Regina Esser - Gesang/Gitarre; Felix Althaus – Gitarre; Jan-Felix Klein – Bass; Ingo von Wirth – Drums.
Infos unter www.whipped-disgrace.de im Internet


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2012 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

JAM News

Tschüß und Hallo [08.06.2010, 16.15 Uhr]  >>
Zum Zahn gestoßen [08.06.2010, 16.13 Uhr]  >>

JAM Titel

32 Jülicher Bands für die Killlerrübe
Bis auf eine Gruppe stellen alle „Acts“ den 7. Jülichsampler bei der großen Release-Party am Freitag, 26. November, ab 19.30 Uhr und am Samstag, 27. November, ab 15.30 Uhr live im Kulturbahnhof vor. Inklusive Doppel-CD kostet der Eintritt für beiden Tage 11 Euro. Das Tagesticket ohne CD kostet 7 Euro, Jugendliche über einem Meter bezahlen 3 Euro. [25.11.2010, 18.57 Uhr]  >>

JAM Konzertbericht

Fetziger Jazz in traumhaftem Ambiente
Fetziger Old Time Jazz in dem traumhaften Ambiente des Wymarhofes in Kirchberg – das zeichnet den Sommerjazz des Jülicher Jazzclubs aus. Genau des perfekte Terrain für Pim Toscani’s Dixieland All Stars, die am Sonntag, 21. Juni, 11.30 Uhr, den Innenhof des Wymarhofes zum Klingen bringen. Einlass wird ab 11 Uhr gewährt. Der Eintritt kostet 8 Euro, 5 Euro für Mitglieder. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Bei schlechtem Wetter spielen die „All Stars“ vor Ort in einer Scheune.  [11.06.2009, 16.05 Uhr]  >>

JAM Story

Die Nacht, als die Jugend endete...
„Heute endet meine Jugend!“ Melancholische Gedanken manifestierten sich im Kulturbahnhof, mehrfach geäußert von Fans, die sich noch einmal dem klanglichen Rausch vergangener Tage hingaben. Denn an diesem Abend verkündete Uli Sailor in der ausverkauften Halle des Kulturbahnhofs das Motto des Abends als finalen Akt: „Guten Abend. Wir sind D-Sailors, wir sind gekommen, um uns aufzulösen!“ [22.06.2010, 22.51 Uhr]  >>

Topthema

"Crazy Chrismas" alle Jahre wieder im August
Wer feiert schon ein Weihnachtsfest am 7. August und im Winter Beach-Partys? Paddy und Ross Lynch im Irish Pub im Nordviertel. Sie sind der Überzeugung: Wenn man hier etwas werden will, muss man ein bisschen „crazy sein“. Und der Erfolg und das „Easy Publikum“ geben ihnen recht.  [24.06.2011, 06.49 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung