JAM-Logo

Home|Titelgeschichten|Konzerte|
Stories|News|Termine|Galerien|
Links|Newsletter|RSS|

Die Rückkehr des fünfköpfigen Höllenfürsten
Von Arne Schenk [20.09.2013, 11.57 Uhr]

„Die Zeiten werden härter, Koroded auch!“ So beschreiben die Schwermetaller aus dem Raum Aachen-Düren-Jülich mit internationaler Erfahrung ihr neues Album „Dantalion“. Ihr neues Werk stellt die Band am Samstag, 28. September, 20 Uhr, im Jülicher Kulturbahnhof vor. Mit dabei sind „Ebenezer Scrooge Complex“ und „A Drop in the Ocean“. Der Eintritt kostet sechs Euro.

Auf den Spuren des Höllenfürsten Dantalion: das fünfköpfige Monster Koroded Jan Röder, Adrian Schlesinger, Andreas Leifeld, Ben Overmann und Christoph Golks

Auf den Spuren des Höllenfürsten Dantalion: das fünfköpfige Monster Koroded Jan Röder, Adrian Schlesinger, Andreas Leifeld, Ben Overmann und Christoph Golks

Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang seien die typischen Merkmale von früher, die auch in der aktuellen Musik zu finden seien, meint Gitarrist Andreas Leifeld augenzwinkernd und fügt dann hinzu: „Was Koroded meines Erachtens immer ausmachte, sind die Mixes aus Stakkato-Gitarren, rhythmisch betonten Groove-Parts und melodisch getragenen Gesängen, die sich mit harten Growls und Schreien abwechseln.“ Dabei habe sich in den Jahren der Schwerpunkt immer wieder auf bestimmte Anteile daraus verschoben. „Wir stehen und standen halt auch immer auf vertrackte Rhythmen, die gewöhnliche Strukturen aufbrechen und Parts unvorhersehbarer machen. Aber natürlich lieben wir auch ab und an ‚poppige’ und ‚epische’ Refrains.“

Der Titel „Dantalion“ ist keineswegs nur schmückendes Beiwerk des neuen Albums. „Dantalion ist eine Figur aus der Dämonologie, ein nahezu allmächtiger und allwissender Höllenfürst, der die Gedanken aller Menschen kennt und sie daher entsprechend manipulieren kann“, erklärt Sänger Jan Röder. Dass er beruflich viel mit Menschen zu tun hat, die am Rand der Gesellschaft stehen und oft ein hartes Leben hinter sich haben oder unter schweren psychischen Krankheiten leiden, inspiriert die zehn Songs des Albums. „Da entstehen oft Bilder im Kopf von solchen Dantalions, die die Gedanken der Menschen vergiften.“ Es geht um Macht und Autorität sowie die Abgründe der Natur des Menschen.

Womöglich fließen dabei auch einige Erfahrungen aus der bandeigenen Historie mit ein. Immerhin haben Koroded selbst eine Achterbahnfahrt mit etliche Höhen und Tiefen mitgemacht. In den zehn Jahren nach ihrer Gründung 1997 nahmen sie zehn CDs auf und unternahmen erfolgreiche Tourneen mit Shows unter anderem in den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Tschechien, Ungarn, Dänemark, Italien, Großbritannien, Frankreich. Dann plötzlich 2007 die Auflösung. Die kontinuierliche Mühle zwischen Shows, Songwriting und Studio zollte ihren Tribut.

Werbung

„Wenn man so extrem lange und viel ständig aufeinander hängt, bleibt es nicht aus, dass Spannungen entstehen. Man hätte damals einfach zwei Monate Auszeit komplett nehmen sollen und danach sich mal zusammensetzen und reden!“, resümiert die Gruppe mittlerweile. Damals führte es zum Ausstieg von Drummer Ben Overmann und der Fortführung von Koroded unter dem Namen „ByFear“. Auch wenn dieses Projekt auf Dauer keinen Bestand hatte, trug es doch immens zum künftigen Entwicklungsprozess bei. „Mit ‚neuer’ Band war es einfacher, gewohnte Pfade zu verlassen und das bekannte Spektrum auszuweiten, was sich dann wieder in der Arbeit mit Koroded niedergeschlagen hat“, bekräftigt Andreas Leifeld.

Auf einem ByFear-Konzert quatschten sich dann Jan, Andreas und Ben aus, trafen sich anschließend mit kompletter Band zur ersten Koroded-Probe und die alte Karre knallte direkt von 0 auf 100, als ob nichts passiert sei. Dennoch gab es eine Umbesetzung, so dass neben Bassist Christoph Golks nun auch Adrian Schlesinger (The Ebenezer Scrooge Complex, Ex-Descending Sky, Ex-Gleis3) als neuer Gitarrist das Quintett Koroded komplettiert.

Und jetzt gibt es voll was auf die Ohren, auch quantitativ. Denn der jetzigen Plattenfirma gefiel das alte Material so gut, dass sie das letzte Koroded-Werk „To Have And To Unhold“ als Re-Release zum 1. März neu herausbrachten mit den fünf Songs der vorausgegangenen EP „The Absurd Beauty of Being Alone“ als Bonustracks. Einen Tag vor dem Gig im KuBa erscheint dann „Dantalion“.
„Ich behaupte die Songs sind nachvollziehbarer und auf jeden Fall härter. Wozu wohl auch die „Befreiungsarbeit“ mit ByFear beigetragen hat“, erzählt Andreas Leifeld. „Für mich persönlich ist das unser erstes ‚richtiges’ Metalalbum angesichts der Steigerung im Härtegrad und Design. Die Soundkollagen im Intro und Outro verstärken nochmals den Eindruck eines ganzen Konzeptes, der Story ‚Dantalion’ eben...“

Infos unter www.korodedofficial.com


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2019 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

JAM News

Tschüß und Hallo [08.06.2010, 16.15 Uhr]  >>
Zum Zahn gestoßen [08.06.2010, 16.13 Uhr]  >>

JAM Titel

Wasted Aims: Die Zeichen stehen günstig
Verschwendet sind die Ziele von Sänger Michael Clemens, Gitarrist Daniel Kramer, Bassist Roland Engelen und Drummer Alfred Tempel keineswegs, auch wenn sie ihre Band „Wasted Aims“ so benannt haben. Kräftig haben sie sich gute Chancen erarbeitet, so dass im Augenblick die Zeichen Richtung Zukunft sehr gut stehen. Die Band ist am Samstag, 19. Juli, ab etwa 20.30 Uhr im Jülicher Lynch’s Irish Pub, Artilleriestraße 29, für zu Gast. [13.07.2014, 19.49 Uhr]  >>

JAM Konzertbericht

Unberechenbare Vielseitigkeit
Progressive Rock mit Folk, Klassik, Pop und Hard Rock-Einflüssen, kurzum: ein genreübergreifendes Gesamtkunstwerk – das ist die Band „Eyevory“. Zu Gast ist die Formation am Freitag, 11. Oktober, 20.30 Uhr im McMüller’s Irish American Pub in Kofferen.  [25.09.2013, 16.53 Uhr]  >>

JAM Story

Stingray im KuBa: Musikalische Geschenke zum 20-Jährigen
Die Hits aus der Beat-Club-Zeit zwischen 1965 und 1972 und den darauffolgenden Jahren bildete einen wesentlichen Teil des Stingray-Programms im Jülicher Kulturbahnhof. So waren alle Zutaten vorhanden, um eine prächtig knallenden Party zu feiern. Grund gab es genug, schließlich beging die Formation an diesem Abend im Jülicher Kulturbahnhof ihren 20. Geburtstag. [18.03.2016, 09.58 Uhr]  >>

Topthema

Das JüLicht geht im "Herzog" auf
Das "JüLicht" ist Geschichte – es geht ab sofort im "Herzog" auf – und diesmal gibt es die neuesten Nachrichten nicht nur täglich frisch im Internet, sondern auch jeden Monat als neues Stadt- und Kulturmagazin in gedruckter Form. Wir – Muttkraat, Medien- und Kommunikationsdesigner Hacky Hackhausen und Herzens-Jülicherin und Journalistin Dorothée Schenk – haben fast drei Jahre lang an der „Fusion“ des „kleinen Herzog“, das bis Ende 2017 als Kulturmagazin im Taschenformat erschienen ist und dem Internetmagazin „JüLicht“ geplant und gefeilt.  [30.01.2018, 14.41 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung