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Letzte Segeltour nach KuBa
Von Arne Schenk [08.06.2010, 15.36 Uhr]

In jedem Sturm und gegen alle Widrigkeiten steuerte die Jülicher Formation D-Sailors ihren Punk-Rock-Kahn durch europäische Gewässer und in Richtung Übersee gen Brasilien. Doch das stolze Schiff sieht seiner letzten Reise entgegen, am Samstag, 12. Juni, im Jülicher Kulturbahnhof. Mit dabei sind ab 19.30 Uhr Socks, Ascrum, Heshthot und Schrottgrenze. Arne Schenk sprach noch einmal mit den Matrosen.

Vor ihrem Abschiedskonzert: D-Sailors

Vor ihrem Abschiedskonzert: D-Sailors

Warum Euer Abschiedskonzert?
Ingmar: Weil wir uns auflösen.
Alle lachen.
Ingmar: Das Problem liegt ja auf der Hand. Wir wohnen alle nicht mehr in der Nähe. Es ist einfach superschwierig, Songs zu schreiben. Für uns ist es wichtig, dass wir vorwärtszukommen, und wenn man keine neuen Songs machen kann, kann man auch nicht weiter Proben angehen. Es ist langweilig, immer nur dieselben alten Songs zu spielen. Für uns ist es so, und ich denke, für das Publikum auch.
Uli Sailor: Ich bin vor fünf Jahren hier weggezogen. Die letzte Platte haben wir noch über die Distanz geschrieben, was sehr aufwändig war. Als wir versucht haben, Songs über das Internet zu schreiben, haben wir gemerkt, dass das nicht geht. Wir haben zuerst gedacht, na ja, vielleicht kann man ja einfach so weitermachen, jedes Jahr spielt man eine Tour und trifft sich klassenfahrtmäßig, aber das ist der Punkt, wo Ingmar, der alle Songs schreibt, wirklich nicht weiterkommt. Dann macht es Sinn, einen Schlussstrich unter das zu ziehen, wie es war, weil es nicht mehr so sein wird wie früher. Wir hatten uns überlegt, ob wir eine Abschiedstour spielen sollen, haben das aber schnell wieder verworfen, weil wir das Gefühl hatten, dass wir bereits die letzten drei Jahre auf Abschiedstour waren. Außer in Jülich hat es keinen mehr so richtig interessiert. Wenn man wirklich erfolgreich sein will, auch überregional, muss man einfach viel mehr arbeiten, viel mehr da sein. Da ist eine Gradwanderung zwischen Hobbyband, einmal die Woche proben, Bierchen trinken und mal ein paar neue Songs schreiben. Wir haben gedacht, es muss auf jeden Fall eine Party geben, und wenn, dann in Jülich natürlich. Da kommen wir her und da gehen wir hin.

17 Jahre Sailors, seit der Veröffentlichung der ersten Demo-CD sind 14 Jahre vergangen. Was ist in der Zwischenzeit passiert?
Uli Sailor: Wir haben vier Alben gemacht und zwei Splits (mit Nitrominds aus Brasilien und Freygolo aus Frankreich), zwei EPs und noch zwei Tapes. Wenn man das alles durchhört, hat das echt etwas Tagebuch-artiges für mich, wenn man die Texte hört. Manchmal fällt mir auch wieder ein, wann ich das geschrieben habe, woran ich dann gedacht habe, und dass das auch immer ungefähr den Phasen entspricht, in denen man dann so war. Ein Teil des Lebens...
Uli GePunkt: Falls Du die Phase überhaupt miterlebt hast...
Uli Sailor: Okay, manchmal war ich auch nicht dabei. Aber wir haben eigentlich jedes Jahr etwas aufgenommen, geschrieben oder veröffentlicht. In den letzten Jahren natürlich nicht mehr. Das ist schon ein sehr beeindruckendes Zeitzeugnis.
Ingmar: Was wir geschafft haben, ist mehr, als ich erwartet habe, als wir angefangen haben. Wir haben als kleine Schülerband im Oktober 1992 angefangen, 1993 das erste Konzert gegeben.
Uli Sailor: Es gab eine Zeit, in der wir uns vielleicht gewünscht hätten, dass es etwas größer wird und dass man auch einen Plattenvertrag kriegt oder so. Das hat sich aber nicht ergeben, was ich im Nachhinein als positiv empfinde, weil wir trotzdem immer alles gemacht haben, was andere Bands auch gemacht haben. Wir haben im Studio Platten aufgenommen, wir hatten zum Schluss mit Harry (Alfter) auch einen, der uns ein wenig produziert hat, auf eine angenehme Art und Weise, wir haben getourt, Leute haben über uns geschrieben, waren im Ausland mit der Brasiliensache. Danach hatte ich aber auch meinen Frieden mit der Band gefunden. Erfolg ist nicht, dass man viele CDs verkauft oder dass 1.000 Leute zu deinen Konzerten kommen. Die Erfahrung, die wir gemacht haben, haben selbst andere Bands nicht, die vielleicht ein Top 10-Album haben und auf einmal eine große Tour spielen, die wissen nicht das, was wir wissen.
Uli GePunkt: Wie man den Bassverstärker durch den Einbau einer Zange repariert.
Uli Sailor: Auf wie viel Bühnen wir gepennt haben und im Ford Fiesta, selber die Tour buchen. Früher haben wir noch Briefe geschrieben und telefoniert. Es gab damals so ein Buch, das hieß: Buch dein eigenes beficktes Leben. In Amerika gab es so eine Do-it-yourself-Punk-Rock-Bewegung. Die haben selber Fanzines raus gebracht und eben auch Hilfen für Bands mit allen Clubs, Ansprechpartnern und so. „Book your own fucking life“ hieß das. So hat sich die Punk-Rock-Szene selber geholfen, um zu wissen, wo ich spielen kann. Das gab es in Deutschland auch. Damit habe ich früher unsere Touren gebucht. Wenn ich heute so angucke, was die jungen Bands machen, finde ich es schade, weil alles so kommerzialisiert wird, diese Wettbewerbe: Emergenza und im Internet, jeder braucht seine My-Space-Seite. Im Gegensatz zur Subkultur, wie sie es damals in Jülich gab, wo wir im Café Lila selber Sachen gemacht haben, selber unsere Tapes gestaltet, kopiert und verkauft. Heute geht das alles unter. Es ist auch so kanalisiert. Die Bands denken, dass es cool wäre, beim Emergenza zu spielen, anstatt sich selber zusammen zu tun und sich zu helfen.
Matti: Wir haben diese Erfahrung vielleicht getrennt voneinander gemacht, aber als ich zu euch kam, haben wir alle den Konsens, dass Wettbewerbe spielen Quatsch ist. Man versucht, gegeneinander zu spielen. Man merkt früh genug, ob man was kann oder nicht. Man braucht nicht auch noch dieses Konkurrenzding zu haben.
Uli Sailor: Es widerspricht halt allen Normen und Werten, die mich die Jülicher Schule gelehrt hat. Da waren die ganzen KuBa-Leute oder Vor-KuBa-Leute, so Lord Louis und gerade Martin Bachner, der uns ein bisschen eingeführt hat.

Was würdet Ihr jungen Bands raten, was sie machen sollen?
Matthi: Gute Musik.
Ingmar: Spielen so viel wie es geht, in die Läden zu kommen. Wir haben einfach drauf los Demos an irgendwelche Jugendheime geschickt und das hat gut geklappt. Ich weiß gar nicht, ob das heute noch so gut geht.
Uli Sailor: Es ist halt total viel Arbeit. Es gibt Bands, die stehen im Proberaum und spielen, und da kommt so ein Typ an, und die kriegen einen Plattenvertrag und denken, jetzt läuft alles. Es ist ja nicht so. Ich finde halt, dass junge Bands versuchen müssen, alles selber zu machen, um nachher die Kontrolle über alles zu haben.
Matthi: Es ist die Frage, was man möchte. Musik hat ja einen Mehrwert an sich. Wenn es einem um Musik geht und richtig vor Publikum, dann macht man ab und zu einen Auftritt, es ist schwer genug, einen zu bekommen. Aber wenn man sagt, man will es richtig machen und will damit was reißen, dann muss man noch ganz andere Sachen machen. Dann muss man arbeiten.
Uli Sailor: Junge Bands sollen gar nicht daran denken, dass sie was reißen sollen. Sie sollen Musik machen. Und einfach das wichtigste ist das Aufnehmen, viel aufnehmen und versuchen, eine gute Aufnahme zu machen. Sich auch Leute zu suchen, die ihnen helfen können. Der Kumpel, der immer bei den Proben rum sitzt und säuft, soll sich halt mal dazu stellen. Diesen ganzen Wettbewerbsscheiß lassen. Da musst du dafür bezahlen, dass du spielst. Dann musst du auch noch das Publikum besorgen, und das Publikum hasst sich dann auch noch untereinander.

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Uli GePunkt, Uli Sailor, Matthi, Ingmar

Uli GePunkt, Uli Sailor, Matthi, Ingmar

Ihr seid ja jetzt weit weg vom Anfang, eher kurz vorm Schluss. Sehr viel produziert, gearbeitet, geschrieben. Was macht den Zauber bei den D-Sailors aus?
Uli Sailor: Ich weiß noch 1996, wir hatten damals noch einen anderen Bassisten, Tim hieß der, und der hatte nie Bock. Der ist gar nicht zu Demo-Aufnahmen gekommen. Pünktlich zu den Proben kommen und sich aufeinander verlassen zu können ist schon eine wichtige Sache. Da hat Uli dann, glaube ich, den Bass auf dem zweiten Tape eingespielt. Wir haben dann zu viert beschlossen, wir machen das jetzt, wir proben jetzt zweimal die Woche. Wir haben das immer durchgezogen.
Ingmar: Wir hatten auch immer einen Konsens, wir wollten alle dasselbe. Andere wollten hoch hinaus, für uns war es immer am wichtigsten, Musik zu machen.
Matti: Ich war ja nicht am Anfang dabei, aber ich hatte nie das Gefühl, dass es darum geht, was am Ende da rauskommen könnte und man damit reißt. Wenn man weiß – man braucht natürlich einen gewissen Status dazu, den die sich glücklicherweise erarbeitet haben –, wenn man will, man kann für ein Wochenende auf Tour gehen, dann ist man halt drei Tage lang unterwegs und spielt. Das allein war uns fast schon Belohnung genug, weil es einfach Spaß macht. Wenn dann halt so Super-Extras kommen wie eine Brasilientour, dann macht man es erst recht, das ist das Ganze hoch zehn, abgesehen davon, dass man jede Menge nette Leute kennen lernt. Das ist der Mehrwert, den ich meinte, eine Band haben und es funktioniert.
Uli Sailor: Touren und Reisen und Platten aufnehmen, das ist ja heutzutage ein Privileg. Ich habe ja eine neue Band, viel Zeit investiert, etwas Neues aufzubauen, abgesehen davon, wie schwierig das ist, Leute zu finden, dass die Leute das gleiche wollen, sich auch untereinander versteht. Wir haben einen stillen Konsens auch auf Tour, kennen uns genau, sind ein eingespieltes Team mit allem. Das ist wirklich nicht so leicht zu finden. Die ganzen Jahre, als man so hart gearbeitet hat und auf Tour war, ich empfinde das gar nicht so als Zauber. Wisst ihr noch die ganzen Touren, die wir gespielt haben, in Eisenhüttenstadt, da waren zehn Leute, Scheiß-Sound, verstimmte Gitarren.
Ingmar: Mir hat das aber immer total Bock gemacht, okay, man ist frustriert, wenn man so weit fährt und da stehen nur zehn Leute und finden es mäßig gut und wir fanden es auch mäßig gut, aber trotzdem war es irgendwie immer geil.
Matthi: Ich habe auch immer das Gefühl gehabt, dass es funktioniert von den Leuten einfach. Ich hatte das Glück, meistens in Bands zu spielen, wo es ähnlich gut funktionierte. Ich habe aber auch von Bands gehört, die ähnlich große Touren gemacht haben, aber wo einfach gewisse Sachen nicht stimmten, da wusste der Schlagzeuger nach 20 Gigs oder drei Jahre Band immer noch nicht, was wo hingeräumt wird, in welche Koffer, und das treibt den Bassisten zum Wahnsinn. Die haben sich nachher die Köpfe eingeschlagen, und das war glücklicherweise hier nie der Fall. Jeder hat seins gemacht. Man ist nie perfekt und manchmal macht man auch Fehler, aber wir sind uns nie nach der Bühne an die Gurgel gegangen.
Uli Sailor: Wir haben auch irgendwann mal so ’nen Punkt überschritten und danach waren wir eine geile Band, jedenfalls hatte ich zumindest das Gefühl. Das war nach der 2001er-Tour mit Nitrominds, wo wir in 27 Tagen 23 Konzerte gespielt haben. Da haben wir erst 18 am Stück gespielt oder so. Das letzte war im YuKuInn (Bonhoeffer-Haus), da haben wir uns total gestritten. Das war der Tour-Koller. Dann waren vier Tage Pause und dann haben wir den Rest gespielt, am Schluss die Vita-Party in Krefeld. Und das Konzert da war mit das geilste, fand ich, das wir je gespielt haben. Wie tight wir auf der Bühne waren, alles hat gestimmt, das war so ein großes Flow-Erlebnis. Und danach waren wir auf einmal tight.
Uli GePunkt: Das kommt automatisch. Dann ist nur noch Urlaub.
Uli Sailor: Und dieses Gefühl danach, dann auch live zu spielen, das hat uns so eine Souveränität auf einmal auch gegeben, so dass wir auf einmal viel überzeugender waren, auch live.
Matthi: Man kann eine Woche im Proberaum stehen und dann halt spielen, und dann spielt man drei Auftritte und ist noch einmal 100 Prozent, was man sich vorher überhaupt nicht vorstellen konnte. Man denkt, oh, wenn es ganz gut läuft, und guckt dann nach dem dritten Konzert und denkt: oh, da war ja doch noch ganz viel Platz nach oben, weil wir gerade noch viel besser geworden sind.
Uli Sailor: Als Matthi eingestiegen ist, war eigentlich auch so die Hochphase, da hatten wir die meisten Konzerte hintereinander, in Brasilien auf Tour , und haben von September bis Dezember zum Release fast jedes Wochenende gespielt. Das war abgefahren.
Matthi: Nach dieser Tour hättest du mich wecken können und ich hätte dir jeden Song gespielt.
Uli Sailor: Ich habe auch das Gefühl mittlerweile, dass man uns auch in zehn Jahren noch nachts wecken kann und die Hälfte der Songs können wir sofort spielen. Das war halt auch echt super, das hat auch echt viel Spaß gemacht. Da war dann auch der Punkt, wo wir nicht noch mehr hätten machen können. Das war dann auch so ne Entscheidung, als Hobby, so viel Zeitaufwand für ein Hobby, da waren wir einfach an der Belastungsgrenze.

Was nehmt ihr sonst mit aus dieser Zeit?
Ingmar: Dass man sehr viele Menschen kennen lernt, verrückte, nette.
Matthi: Zu wissen, man hat Bekannte in Brasilien, die man eigentlich, die Tage, die man sich kenne und erlebt hat, kann man an Händen und Füßen abzählen, trotzdem weiß man, man kann nachts an deren Haus klingeln, und die würden einen beherbergen, was ich von vielen Leuten, die ich seit 20 Jahren kenne, nicht behaupten kann. Einfach, weil man sich auf eine bestimmte Art und Weise kennengelernt hat. Die ich seit 20 Jahren kenne, da weiß ich Schuhgröße, Sternzeichen und die gesamte Familie. Und da kenne ich nur diesen Menschen, und den vielleicht nicht einmal besonders gut, aber auf eine bestimmte Art und Weise, und da gibt es so ein Grundvertrauen.
Uli Sailor: Uns verbindet ja auch Welten, dass diese Musik, die wir machen, und die Szene, in der wir uns bewegt haben, dass es so Grundwerte gibt, die viel stärker sind als ein Teil. Eine Freundschaft, alle helfen sich untereinander, so ein Verbundenheitsgefühl, einfach nur durch die Musik, abgefahren, dass wir das hier auf die Beine gestellt haben, und irgendwelche anderen 8.000 Kilometer weiter, und wir haben uns getroffen und da gespielt und hier gespielt.

Was waren Eure musikalischen Highlights?
Uli Sailor: Ich finde ja „Lies and Hoes“die beste Platte einfach, so wie wir die produziert haben mit Harry und so. Der hört man das auch an, dass wir uns am meisten einfallen lassen haben.
Ingmar: „Lies and Hoes“ ist für mich auch am besten produziert, aber die wir jetzt gemacht haben, fand ich songlich fast noch besser. Oder vergleichbar. Wenn nicht auch in eine andere Richtung. Ich kann auch gar nicht sagen, welches unsere beste Platte ist. Ich höre eine unserer alten Platten, „A new Project“ oder so, und das ist auch geil. Es ist halt nicht das, was ich heute machen würde.
Uli Sailor: Mit den ganzen vertrackten Breaks, das war echt gut gespielt. Beim zweiten Tape kann man sagen, das war scheiße so, aber „A new Project“ ist gut so. Ist auch geil, dass man so viel raus gebracht hat. Wir hatten so viele Songs, dass wenn man nur die allerbesten nimmt, dass es echt auch ein geiles Live-Set war. Dass auch Bands ein Problem haben, die nur ein einziges Album haben, die müssen live jeden Song spielen.
Uli GePunkt: Die ganz alten Sachen, die wir jetzt noch mal aufgewärmt haben, da muss man sich schon das Lachen verkneifen.
Matthi: Oder das Weinen.
Ingmar: Von den Tapes spielen wir nix.
Matthi: Wir spielen am 12. soweit ein Song, den ich nicht zu verantworten habe. Das merkt man auch deutlich daran, dass ich ihn nicht spielen kann. Und wir hassen ihn alle. Wir spielen ihn trotzdem.

Wie sieht es in der Zukunft aus?
Uli GePunkt: Matthi hat halt die „Academies“. Ingmar und ich wollen auch weitermachen.
Ingmar: Psycho Luna mache ich natürlich auch weiter. Mokkafurchen geht ja eh immer nur, wenn man mal Bock hat.
Uli Sailor: Ich hab halt eine Band gegründet mit Timo von Schrottgrenze, die heißt „Tusq“. Es gibt ein berühmtes Album der Gruppe Fleetwood Mac, das „Tusk“ heißt. Mal gucken. Ich habe mich selbstständig gemacht als Redakteur und Videojournalist. Ich werde schon versuchen, die Band auf ein Fundament zu stellen. Uns ist schon bewusst, dass wir keine Rockstars werden, das wäre schon schön, auf so ein Level zu kommen, wo die Sailors auch waren, dass sich die Band selber finanziert und dass man weiter Alben veröffentlichen kann. Ich hab gemerkt, in der Zeit, wo ich in Berlin war, wo wir weniger gemacht haben, ich viel gearbeitet habe, dass mir das halt fehlt. Und dass ich schon das Bedürfnis habe, weiter Musik zu machen und Songs zu schreiben, dass das aber über die Entfernung mit dieser Band nicht möglich ist.
Matthi: Die Bandmitglieder bei Academies waren nicht immer fest, weil die zuerst nur aus zwei Leuten bestanden, nämlich aus mir und dem Sänger und Gitarristen. Dann dachten wir uns: Machen wir mal ganz locker und laden uns ein paar Gäste ein, und ein paar von ihnen sind einfach nicht mehr gegangen. So ist die Band zustande gekommen. Aber wir haben sie auch aus gutem Grund nicht aufgefordert zu gehen, weil wir wissen, was wir an denen haben. Ich kann mir halt auch nicht vorstellen, ohne Musik zu weiterzumachen. Wir haben vielleicht nicht den selben Erfolgsanspruch wie meinetwegen Tusq, weil wir es hobbymäßig betreiben und auch nach einer guten Probe sehr fröhlich nach Hause gehen können, und dann denkt auch keiner daran, mal schauen, was wir damit reißen können, aber wenn ich irgendwo auf ein Konzert gehe, wo Bands spielen, und denke, dass können wir aber auch und zwar dreimal und sehe, dass die gerade eine dreiwöchige Tour durch was-weiß-ich gedreht haben, dann würde ich mir vielleicht Gedanken drüber machen.
Uli Sailor: Es ist ja auch echt ne Entscheidung. Es ist ja schon auch mit Arbeit verbunden.
Matthi: Ich würde zum Beispiel jederzeit mit Uli und Ingmar weiter Musik machen, aber ich sehe es aus bestimmten Gründen kommen, dass ich das nicht machen kann, einfach zeitlich. Und das ist genau diese Hobbysache und wie viel kann man überhaupt in das Hobby investieren. Wenn es nach mir ginge, hätte ich fünf Bands und würde jeden Abend proben. Und an den Tagen noch in irgendwelchen andern. Aber das kann sich halt keiner leisten.
Uli GePunkt: Das Projekt mit Ingmar müssen wir noch auf die Beine stellen. Nee, sonst habe ich nix. Eine Band reicht mir eigentlich. Da würde ich mich auch ganz drauf konzentrieren.
Ingmar: Er ist ja jetzt bei Ascrum. Da spielt ihr gerade eure Abschiedstour.

Beim Stöbern durch die Discography: die Best-of-CD „Rewind“.
Uli Sailor: Das ist ja auch ein Ding gewesen: Platte in Japan raus. Eine Tour in Japan ist das einzige, was noch gefehlt hätte.

D-Sailors: gegründet Oktober 1992:
Uli Sailor - Gesang, Gitarre, Saxophon
Ingmar - Gitarre, Gesang
Uli GePunkt - Bass
Matthi - Schlagzeug


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